Bezirksverband der Kleingärtner Berlin-Hohenschönhausen e. V.
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Verfasst am 28.06.2021 um 13:52 Uhr

Wasser wird knapp – Nationale Wasserstrategie notwendig    

Im Zuge des Klimawandels soll es zu Extremdürren in Deutschland kommen können.

Anfang Juni hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) den Entwurf für die „Nationale Wasserstrategie“ vorgelegt. Mit ihr sollen Maßnahmen gegen eine Wasserknappheit entwickelt, Nutzungskonflikte vermieden sowie der Zustand der Gewässer und die Wasserqualität verbessert werden. In den letzten beiden Jahren hat das Ministerium dafür den „Nationalen Wasserdialog“ durchgeführt.

Im Gespräch war dabei auch eine Einschränkung oder ein Verbot der Gartenbewässerung bei Wasserknappheit.


Wer darf das Wasser nutzen?

Bund und Länder sollen jetzt Empfehlungen und Kriterien erarbeiten, wer im Fall von regionaler Wasserknappheit vorrangig Wasser nutzen darf, um Nutzungskonflikte zu vermeiden. Umso wichtiger wird es, Gärten effizient zu bewässern. Der Industrieverband Garten (IVG) hat daher die Internetseite www.wasserimgarten.info ins Leben gerufen, auf der sich Hobbygärtner über eine nachhaltige Gartenbewässerung informieren können.


Wie lange reicht das Wasser in der schlimmsten Trockenperiode seit über 2000 Jahren? 

Dürren nehmen zu

Wochen-, ja monatelang kein Tropfen Regen – ausgedörrte Böden, vertrocknete Pflanzen und durstige Tiere: Was lange als unvorstellbar galt, wurde 2018 in Deutschland Realität. Eine lange Dürreperiode machte Pflanzen, Tieren und Menschen schwer zu schaffen. In den Jahren 2019 und 2020 sah es kaum besser aus. Ein internationales Forschungsteam der Universität Mainz hat mithilfe von Baumringanalysen jetzt sogar ermittelt, dass wir seit 2015 in Europa die schlimmste Sommer-Trockenperiode seit 2100 Jahren haben.


Zukünftig könnten derartige Dürren noch extremer ausfallen, so das Ergebnis einer Analyse von Klimadaten des letzten Jahrtausends durch Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts – unabhängig davon, dass auch mal ein Jahr verregnet ist. Demnach müssen mehrere Faktoren zusammenkommen, damit eine Megadürre auftritt: Neben steigenden Temperaturen sind das die Sonneneinstrahlung sowie bestimmte Wetterlagen und Strömungsverhältnisse im Nordatlantik.


Bedingungen, die in Zukunft öfter zu erwarten sind: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es im Zuge des Klimawandels in Deutschland zukünftig zu Extremdürren kommen kann, die in der modernen Land- und Forstwirtschaft enorme Schäden anrichten“, so Dr. Monica Ionita-Scholz vom Alfred-Wegener-Institut.


Sören Keller

Chefredakteur ‚Gartenfreund‘, Verlag W. Wächter Bremen



Zum richtigen Umgang mit der Ressource Wasser

Garten, Wasser, Umwelt - zum richtigen Umgang mit unserer wertvollsten Ressource: https://wasserimgarten.info/


Nachhaltiges Gärtnern: Verantwortungsbewusste Wassernutzung im Garten


Wenn das Wasser knapp wird auf www.klimagaerten.de




Dieser Textbeitrag ist im überregionalen Teil der Verbandszeitschrift Gartenfreund erschienen, Juli 2021, Seite 4 und Seite 5

Fotos: Pixabay